
August 7, 2011
Trotz der aktuell viel diskutierten Ausrichtung der Konservativen zeigen Unionsparlamentarier die größten Übereinstimmungen mit ihren Wählern in Sachen Werteverständnis. Zwischen Parteien und Wählern des linken Spektrums hingegen bestehen weit größere Differenzen bei der Nennung zentraler Werte. Das ist nur eines der Ergebnisse der groß angelegten Wertestudie 2011, durchgeführt vom Kölner Marktforschungsinstituts YouGov Deutschland und der Change Centre Foundation. Hierfür wurden 549 Abgeordnete aus Kommunal- und Landesparlamenten und dem Bundestag repräsentativ, sowie 2000 Bundesbürger ab 16 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt. Einen Bericht zur Wertestudie können Sie hier[1] downloaden.
Source URL: http://change-centre.org/values-study-2011-results-available/

Januar 23, 2011
Daher versuchen sie eine Unternehmenskultur zu schaffen, die die Generierung von Wissen und Ideen fördert. Klar ist, dass dies ganz besonders dann gilt, wenn man Veränderungsprozesse erfolgreich meistern will.
Nichtsdestotrotz, bisher gibt es kein allgemein anerkanntes und empirisch belegtes Wissen, welche kulturellen Faktoren denn entscheidend für den unternehmerischen Erfolg sind. Daher haben Gregor Schönborn (Deep White GmbH) und seine Kollegen ein Instrument entwickelt, mit dem sich diese kulturellen Faktoren identifizieren lassen. Mehr noch, ihr Anspruch ist es, Faktoren und Werte zu bestimmen, die von Seiten der Unternehmen konkret veränderbar und kommunizierbar sind.
In ihrer Studie befragten sie 2.873 Personen mit unternehmerischer Verantwortung aus 46 Firmen in Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein mithilfe eines Online-Fragebogens. Sie konnten zeigen, dass es kulturelle Werte gibt, die in direkter Verbindung zum unternehmerischen Erfolg bzw. Misserfolg stehen. Außerdem wurde deutlich, dass sich das kulturelle Profil erfolgreicher Unternehmen signifikant von dem erfolgloser Unternehmen unterscheidet.
Ihren Ergebnissen zufolge sind eine hohe Jobzufriedenheit, eine Kultur, die von Traditionen geprägt ist und – im Rahmen von CSR-Maßnahmen – eine gelebte Verantwortung für soziale, wirtschaftliche, ökologische und ethische Belange erfolgsbezogene Triebkräfte. Außerdem scheinen die Kommunikation einer klaren Unternehmensvision und Kreativität signifikante Prädikatoren für Unternehmenserfolg zu sein. Weiterhin steht der Unternehmenserfolg in einem engen Zusammenhang zu vermeintlich weichen Faktoren wie Achtsamkeit, Toleranz und Großzügigkeit sowie der Wertschätzung gerade erfahrener Mitarbeiter. In erfolgreichen Unternehmen sind die Mitarbeiter in der Regel motivierter und zufriedener, ihre persönlichen Grenzen werden respektiert und ihre Gesundheit wird aktiver unterstützt.
Im Gegensatz dazu scheint sich die Unternehmenskultur wenig erfolgreicher Unternehmen durch eine eher strikte Unternehmensführung, vor allem routinierte Arbeitsablaufe und große Ungleichheiten zwischen den Mitarbeitern beschreiben zu lassen.
Diese Ergebnisse können für Manager von überaus praktischer Bedeutung sein, schließlich zeigen sie dass es für alle Mitarbeiter eines Unternehmens eine gemeinsame, an Werten orientierte kulturelle Basis gibt, die von Seiten des Managements eingeschätzt und in einer Richtung, die für den Unternehmenserfolg vorteilhaft ist, modelliert werden kann. Noch entscheidender ist, dass die Autoren der Studie auf Basis ihrer Ergebnisse den “Value Performance Index” entwickelt haben, der es Unternehmen und Managern erlaubt, die eigene Unternehmenskultur einzuschätzen und davon ausgehend Wege zu finden, sie in gewünschter Richtung zu optimieren.
Was sagen uns diese Ergebnisse über “Change”? Dem Autor zufolge ist es nicht ganz klar, auf welche Weise die Unternehmenskultur einen positiven Einfluss auf Situationen wie externer Marktveränderung oder selbst initiierter Change-Prozesse haben kann. Trotzdem, „eine flexible Kultur, d.h. eine Kultur, die offen für Veränderungen ist oder die Veränderungen sogar antizipiert, kann die Chancen steigern, Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen zu generieren.“ Aus diesem Grund sollten Unternehmen Wertemanagement nicht länger als einen “weichen Faktor” mit marginaler Bedeutung begreifen, sondern als einen messbaren Faktor mit entscheidender Relevanz für den Unternehmenserfolg.
J.F.H.
Source URL: http://change-centre.org/culture/

Januar 23, 2011
Die bisherige Forschung zeigt: Es gibt Anzeichen, dass die Unternehmenskultur einen beträchtlichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. Nichtsdestotrotz, bisher gibt es kein allgemein anerkanntes und empirisch belegtes Wissen, welche kulturellen Faktoren denn entscheidend für den unternehmerischen Erfolg sind. Daher haben Gregor Schönborn (Deep White GmbH) und seine Kollegen ein Instrument entwickelt, mit dem sich diese kulturellen Faktoren identifizieren lassen. Mehr noch, ihr Anspruch ist es, Faktoren und Werte zu bestimmen, die von Seiten der Unternehmen konkret veränderbar und kommunizierbar sind.
In ihrer Studie befragten sie 2.873 Personen mit unternehmerischer Verantwortung aus 46 Firmen in Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein mithilfe eines Online-Fragebogens. Ihren Ergebnissen zufolge sind eine hohe Jobzufriedenheit, eine Kultur, die von Traditionen geprägt ist und – im Rahmen von CSR-Maßnahmen – eine gelebte Verantwortung für soziale, wirtschaftliche, ökologische und ethische Belange erfolgsbezogene Triebkräfte. Außerdem scheinen die Kommunikation einer klaren Unternehmensvision und Kreativität signifikante Prädikatoren für Unternehmenserfolg zu sein. Weiterhin steht der Unternehmenserfolg in einem engen Zusammenhang zu vermeintlich weichen Faktoren wie Achtsamkeit, Toleranz und Großzügigkeit sowie der Wertschätzung gerade erfahrener Mitarbeiter. In erfolgreichen Unternehmen sind die Mitarbeiter in der Regel motivierter und zufriedener, ihre persönlichen Grenzen werden respektiert und ihre Gesundheit wird aktiver unterstützt. Im Gegensatz dazu scheint sich die Unternehmenskultur wenig erfolgreicher Unternehmen durch eine eher strikte Unternehmensführung, vor allem routinierte Arbeitsablaufe und große Ungleichheiten zwischen den Mitarbeitern beschreiben zu lassen.
Die Studie ist von praktischer Anwendbarkeit für Manager, die Wertemanagement nicht als einen “weichen Faktor” mit marginaler Bedeutung begreifen, sondern als einen messbaren Faktor mit entscheidender Relevanz für den Unternehmenserfolg.
Schönborn, Gregor (2010). Value Performance. On the relation between corporate culture and corporate success. Zeitschrift für Psychologie, 218(4), 234-242.
J.F.H.
Source URL: http://change-centre.org/measuring-corporate-culture/

Dezember 11, 2010
Erst das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit der Zusammenlegung der staatlichen deutschen Entwicklungshilfe, dann auf Vorschlag der Weise-Reformkommission der komplette Umbau des Bundesverteidigungsministeriums und nun aktuell der Fusionsplan der Werthebach-Kommission, der die Zusammenlegung von Bundeskriminalamt und Bundespolizei empfiehlt:
Erstaunlich viele Change-Projekte in großen deutschen Behörden werden aktuell angekündigt – aber wie steht es um die Erfolgsaussichten? Und wie wird eigentlich ihr Erfolg genau definiert? Während das Hauptaugenmerk der politischen und medialen Beobachter zur Zeit vor allem auf den neuen Kompetenzzuschneidungen und möglichen Konsequenzen für die Hauptsitze der betroffenen Einrichtungen liegt, möchten wir @change centre einen weiteren Aspekt in den Mittelpunkt rücken, welcher gerade im ansonsten selten von Wandlungsprozessen betroffenen staatlichen Sektor, bei Behörden und Ministerien zu wenig beachtet wird: Die Integration verschiedener Arbeits- und Führungskulturen.
Jede Behörde, jede große Verwaltungseinheit bildet im Laufe der Jahre ihre eigene Organisationskultur aus. Sie äußert sich in ganz unterschiedlichen Denk- und Handlungsmustern – und in deutlich unterscheidbaren Führungs-Usancen. Was in der Industrie heute selbstverständlich ist, scheint in der öffentlichen Verwaltung noch die Ausnahme zu sein: Nur systematisches und einfühlsames Integrationsmanagement, das über die üblichen funktionalen Abstimmungsprozesse hinausgeht, kann dazu beitragen, das Innenleben der Behörden mit ihren spezifischen Arbeitskulturen einander anzugleichen – oder auch auf längere Zeit fruchtbar miteinander leben zu lassen. Beispiel: Wie das bisherige Konkurrenzdenken beispielsweise zwischen dem BKA und der Bundespolizei durch ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl ersetzen, und zwar auf allen Ebenen?
Die Zusammenlegung der GTZ, des DED und Inwent zur Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) zeigt beispielhaft, dass ein neues Führungsgremium mit den sieben bisherigen, männlichen Einzelgeschäftsführern noch keinen wirklichen CHANGE bedeutet: Ein solches Führungsgremium etwa ohne eine Frau zu besetzen, löst schon jetzt interne und externe Kritik aus. Eine Fusion ist doch mehr als eine einfache Zusammenlegung alter Strukturen, sie muss Raum für gänzlich Neues schaffen. Erfolgreich wird sie in jedem Fall nur dann sein, wenn sie die Betroffenen frühzeitig und gezielt daran beteiligt.
(CAR)
Source URL: http://change-centre.org/behoerden_umbau/

November 22, 2010
The paragraphs following below are quoted from a speech, Prof. Dr. Klewes recently gave to Russian managers, Moscow.
Spelling C H A N G E
Change is more than a buzzword. In fact, successfully delivering change is about precise, well-thought-out execution. In order to be an effective change manager there are some principles to be followed, I want to present you. To make them easy to remember, we abbreviated these six recommendations into an acronym, which – by accident – forms the word C H A N G E.
C: Communicate the need for change – and a clear vision.
To avoid resistance, anxiety and confusion, it is essential to explain the reasons for change to our employees. Have a clear vision of what shall be achieved in the future and communicate how to get there in an understandable way. My experience is, the simpler you do this, the better.
H: Honest Feedback.
Never ever stop sharing information within your company at any time, even if you are falling behind your plan. Cristal clear honesty is the most important resource needed to build up trust and credibility during the change process.
A: Alliance building.
No one can achieve successful change alone – you have to find a group of people supporting you, who go out and talk about the need to change, who travel and explain the vision, strategy and specific steps on the way towards your goal.
N: Nurturing small initiatives.
Change is kind of a trial-and-error process. Therefore, small de-central initiatives are most suitable in order to make the entire process successfully. Different regions and different departments require different and adequate solutions.
G: Give and take support.
Be it central resources, staff or money or be it simply management attention and advice – giving each initiative adequate support is essential for change management. Change cannot be executed without passion and enthusiasm, so give support and seek support actively.
E: Efficiency and 80:20 rule.
Change is never perfect and in change communication not everything has to be perfect. So, keep it simple. Efficient change means to employ your resources very consciously and to avoid any exaggeration.
This is how I would spell C H A N G E.
Source URL: http://change-centre.org/spelling_change/

Oktober 1, 2010
Workshop-Interventionen sind ein erprobtes Mittel in unternehmerischen Veränderungsprozessen. Doch diese erfolgreich zu moderieren, erfordert professionellen Ratschlag und Training. Zu diesem Zweck geben die Autoren der einzelnen Beiträge Einblicke in die verschiedenen Change-Methoden, welche jeweils einer der vier üblichen Workshopphasen zugeordnet sind: Aufwärmen, orientieren, bearbeiten und abschließen.
Es werden sowohl etablierte Tools wie zum Beispiel das World Café, als auch innovative Methoden vorgestellt, die für jeden Leser einen Wissenszuwachs bieten können. Neben der sehr starken Praxisorientierung sticht vor allem die klare Struktur des Handbuchs hervor, welche ein schnelles Lesen ermöglicht. Es ist insbesondere für Change-Manager und Gruppenmoderatoren mit einem gewissen Grad an Vorwissen geeignet.
Rohm, A. (Ed.) (2010). Change-Tools. Erfahrene Prozessberater präsentieren wirksame Workshop-Interventionen (4. Aufl.). Bonn: ManagerSeminare Verlag
Source URL: http://change-centre.org/change-tools-fur-workshop-interventionen/

Mai 25, 2010
Written by two practitioners in the field of consultancy, this quite controversial book addresses the oftentimes tabooed concept of power. The authors argue that half of all change management processes fail due to a lack of adequate leadership.
According to them, the top management level plays the decisive role in conflict resolution within an organisation. Therefore strong executives must not shy away from resolving these conflicts and communicating new strategies forcefully. Furthermore, change management is seen here as an enduring management task, not as a solution only in times of crisis.
The great plus of this guide is its clear thesis drawing a different picture of leadership, one that breaks with the common emphasis on consensus. It is easy to read (in German), yet does not aim at giving in detail advice for the reader to apply.
Oltmanns, T. & Nemeyer, D. (2010). Machtfrage Change. Warum Veränderungsprojekte meist auf Führungsebene scheitern und wie Sie es besser machen. Campus Verlag
Source URL: http://change-centre.org/successful-change-by-top-management%e2%80%99s-power-2/

April 14, 2010
Being more assertive is a useful individual characteristic, yet personal change does not come about that simple. Therefore this well-grounded guide provides practical step-by-step instructions readers can easily implement in their everyday life.
The behaviour change programme presented by the authors is based on a variety of techniques stemming from psychology, communications, speech and theatre acting. It focuses on improved expression of opinion in every kind of personal and professional relationships by strengthening self assurance.
This book’s great plus factor is the introduction of the DESC model (describe, express, specify and consequences). Throughout the chapters readers will find helpful exercises to test their assertiveness, evaluate their progress and transfer the model into their own specific living environment.
Bower, S. & Bower, G. (2004). Asserting yourself: A practical guide for positive change. Cambridge: Da Capo Press.
Source URL: http://change-centre.org/positive-change-by-strengthening-assertiveness/

März 24, 2010
This year’s “equal pay day”, conducted on March 26th 2010 as the date to which German women have to continue their last year’s work in order to achieve the equal annual salary of their male colleagues in 2009, brings the Change Centre Foundation to call for precise measures to be taken by the German economy:
“It is especially the resistance to change becoming manifest in the very concrete attitude and behaviour patterns of decision makers that we are interested in at the Change Centre Foundation,” says Christina Angela Rauh, editor and content manager at CCF. Joachim Klewes, the initiator of the think tank, states: “The same holds true for this issue as it does for other changes in business and society: As long as there are no concrete programmes within the organisations, these structural changes – by law or sets of regulations for example – only have impact on practice sluggishly.”
Via international research cooperations the Change Centre Foundation therefore strives to introduce best practice examples from abroad in Germany. Furthermore, there is going to be a Europe-wide research project which will investigate the attitudes of national representatives from all 27 EU member state parliaments towards specific societal changes.
Source URL: http://change-centre.org/equal-pay-day-only-concrete-programmes-will-induce-change/

März 24, 2010
Zum diesjährigen “Equal Pay Day” am 26. März 2010, dem Datum bis zu welchem deutsche Frauen über das Ende des Jahres 2009 hinaus arbeiten müssen, um auf das gleiche Vorjahresgehalt wie ihre männlichen Kollegen zu kommen, fordert die Change Centre Foundation konkrete Schritte gegen die Lohndiskriminierung in der deutschen Wirtschaft:
„Was uns in der Change Centre Foundation interessiert, ist vor allem die Resistenz gegen Veränderungen, die sich in den ganz konkreten Einstellungs- und Verhaltensstrukturen von Entscheidern manifestiert,“ sagt Christina Angela Rauh von der Change Centre Foundation. Der Initiator des Think Tanks, Joachim Klewes bemerkt dazu: „Bei diesem Thema gilt das Gleiche wie bei anderen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft: Solange es keine konkreten Programme in den Organisationen gibt, wirken sich die Strukturveränderungen – etwa durch Gesetze und Vorschriften – nur im Schneckentempo auf die Praxis aus.”
Mithilfe internationaler Forschungskooperationen will die Change Centre Foundation daher best practice-Beispiele aus dem Ausland in Deutschland bekannt machen. Geplant ist darüber hinaus ein eigenes Europa weites Forschungsprojekt, in dem die Haltung von Abgeordneten in den 27 nationalen Parlamenten der EU-Mitgliedsstaaten zu konkreten Veränderungen untersucht wird.
Source URL: http://change-centre.org/equal-pay-day-nur-konkrete-programme-andern-etwas/
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