Change Centre

Auf das Schlimmste vorbereiten

Mai 2, 2012

Studien haben gezeigt, dass negative Berichterstattung den Reputationswert eines Unternehmens vier Mal so lange beeinflusst wie positive Meldungen. In umfassenden Krisen ist gar das gesamte, oftmals über Jahrzehnte angehäufte Reputationskapital des Unternehmens gefährdet. Dies gilt selbstverständlich für einige krisenaffine Branchen wie die Lebensmittel- oder Ölindustrie in weitaus größerem Maße. Diskriminierungsklagen, der Tod eines CEOs oder ein Zusammenbruch des Computersystems können aber beinahe alle Unternehmen treffen. Das folgende Chart verdeutlicht, warum eine umfassende Krisenstrategie gerade im heutigen Medienzeitalter unabdingbar ist.

(Jim Rettew, American Red Cross)[1]

(Quelle: Jim Rettew, American Red Cross)

Krisensimulation ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, denn eine am leeren Reißbrett entworfene Strategie verkennt wichtige Krisenfaktoren wie Zeitdruck, emotionalen Stress und Interaktionsschwierigkeiten im Team – diese können nur praktisch erlebt und erfahren werden. Bisherige Strategien fokussieren oftmals nur auf einem Krisenherd alleine, reale Dynamiken wie ein zeitgleiches Auftreten von Beschäftigtenskandal, Produktionsfehler oder feindlicher Übernahme lassen diese Kommunikationspläne aber ins Leere laufen.

Endnotes:
  1. [Image]: http://change-centre.org/media/2012/03/ca1897944a45cfaeea424d43b72bbd9b.png

Source URL: http://change-centre.org/preparing-worst-case/