Change Centre

Größte internationale Studie zur Wirkung von Kommunikationskampagnen

April 16, 2011

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Politikwissenschaften II der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf führt die Change Centre Foundation die weltweit größte Studie zur Wirkung öffentlicher Kommunikationskampagnen durch. Als Beispiel sei die langjährige Kampagne „Gib AIDS keine Chance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Namen des Bundesgesundheitsministeriums genannt.

Erhebliche Ressourcen werden von Ministerien aller westlichen Demokratien in solche Informations-, Aufklärungs-, Dialogkampagnen investiert, um gesellschaftlich oder politisch erwünschte Wissens-, Einstellungs- und Verhaltensänderungen bei einem breiten Teil oder Subgruppen der Bevölkerung zu erreichen.

Jedoch wurden bisher lediglich Evaluierungen einzelner Kampagnen im nationalen Rahmen vorgenommen. Weltweit liegen nur wenige Meta-Analysen, fast ausschließlich im Gesundheitsbereich, vor. Um diese erhebliche Forschungslücke zu schließen, fordert das Studienteam nun bei allen nationalen Ministerien in vierzehn Untersuchungsländern sowie innerhalb Deutschlands auch auf Länderebene staatliche Evaluationsberichte an, um diese einer international vergleichenden Meta-Analyse zu unterziehen.

Nähere Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden Sie hier.

Source URL: http://change-centre.org/largest-international-study-on-campaign-effects/


Change Centre

Main hindrances to behavior change: e.g. in ecology

Januar 10, 2011

Eine der grundsätzlichen Forschungsfragen, die uns @change centre beschäftigt, ist die Diskrepanz zwischen Wissen um und sogar Willen zum Veränderungsbedarf einerseits und dem oftmals ausbleibenden, konkreten Verhaltenswandel des/r Einzelnen andererseits. Wieso folgen auf eine geänderte Einstellung nicht zwangsläufig auch veränderte Verhaltensmuster? Was hindert jedes Individuum daran, das persönliche Verhalten den eigenen Einstellungen anzupassen?

Beispiel Umwelt- und Klimabewusstsein: Laut der aktuellen Studie „Umweltbewusstsein 2010 in Deutschland“ des Umweltbundesamtes meinen 72 % der repräsentativ befragten Deutschen, dass sie es sich vorstellen können oder bereits planen, Ökostrom zu nutzen. Aber nur 8 % derselben Befragten haben bereits tatsächlich auf Ökostrom umgestellt, um ein konkretes Beispiel anzuführen.
Neben monetären Gründen – neun von zehn Befragten lehnen einen Aufpreis von mehr als 10% für umweltfreundlichere Produkte ab – hindert vor allem die Wahrnehmung, nicht ich persönlich, sondern Politik und Wirtschaft/Industrie können einen entscheidenden Beitrag für ein verbessertes Klima leisten, die Bürger an konkreten Verhaltensänderungen. Zu demselben Ergebnis kommt eine Eurobarometerbefragung von 2009, welche nach den Gründen fragt, persönlich den Klimawandel nicht zu bekämpfen.

Um es mit den Worten eines sehr lesenswerten Aufsatzes von Udo Kuckartz (http://www.klimabewusstsein.de/dateien/Kuckartz_2010_Nicht%20hier%20nicht%20jetzt.pdf) zusammenzufassen: „Nicht ich“! – Lieber auf Politik und Wirtschaft schieben. Was seiner Meinung nach immerhin den Vorteil bietet, dass eine positive Akzeptanzstimmung für politische Maßnahmen in der Bevölkerung vorhanden sei.

Dennoch meinen wir @change centre, dass jede/r Einzelne (einschließlich uns selbst) auch von der Wichtigkeit und auch den eigenen Vorteilen eines individuellen Verhaltenswandels überzeugt werden kann und sollte.

CAR

Source URL: http://change-centre.org/behavior/


Change Centre

Lessons from past – towards a lower failure rate in change processes

November 17, 2010

Der folgenden Absätze sind Ausschnitte einer Rede von Prof. Dr. Klewes vor russischen Managern, Moskau 13.11.2010.

Laut einer IBM-Studie mit mehr als 1.500 Change Managern, erreichen knapp 60% aller Veränderungsprozesse ihre Ziele nicht oder nicht vollständig. Diese Rate ist entschieden zu hoch!
Was können wir also besser machen? Ich denke, dass ein Blick auf einige der umfang- und erfolgreichsten Veränderungsinitiativen der Geschäftswelt helfen kann, Fehler aus der Vergangenheit zu vermeiden. Ich selbst sehe vier Lehren, die wir ziehen sollten.
Vor allem anderen muss zu Beginn klar definiert werden, was während des Veränderungsprozesses erreicht und umgesetzt werden soll. Wir brauchen eine Definition von change, die über finanzielle Ziele und statistische Kennzahlen hinausgeht. Vielmehr müssen wir es schaffen, diese Indikatoren in wünschenswerte Einstellungen und Verhaltensweisen zu übersetzen – die ihrerseits meßbar formuliert werden müssen.
Zweitens, selbst wenn man eine klare Vorstellung zum Ziel des Veränderungsprozesses hat, wird man das Ziel ohne die Beteiligung vieler, wenn nicht sogar aller Mitarbeiter, nicht erreichen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen uns, dass sich Menschen Veränderungsprozessen verweigern, wenn ihre Stimme kein Gehör findet. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Wandel innerhalb des Unternehmens offen zu thematisieren, Feedback einzuholen und die Ansichten der Mitarbeiter ernst zu nehmen. Erst dann kann change dauerhaft erfolgreich sein.
Aber: Je mehr Personen aktiv einbezogen werden, desto höher ist das Risiko im Chaos zu enden. Deshalb ist es wichtig, auf Personen zurückgreifen zu können, die den Change-Prozess anleiten. Das ist die dritte Lehre aus der Vergangenheit. Ob wir von „Change-Agents“ oder einem “Veränderungs-Kader” sprechen oder aber gar keinen besonderen Begriff verwenden: Eine speziell ausgebildete Gruppe von Führungskräften und Mitarbeitern kann extrem hilfreich sein, wenn sie beispielsweise Teamsitzungen oder Gruppendiskussionen leitet. Diese Trainings helfen außerdem, eine gemeinsame Sprache für den Veränderungsprozess zu finden. Dennoch, persönlich würde ich davon abraten, diese Trainer „Change-Agenten“ zu nennen. Aus einem einfachen Grund: Man verringert dadurch das Risiko, Widerstand bei den Mitarbeitern hervorzurufen oder das Gefühl zu verbreiten, dass der Veränderungsprozess ohnehin schon bis ins letzte Detail geplant ist und die Mitsprachemöglichkeit der Teams eher gering ist.
Zuletzt ein vierter Gedanke: Jede Idee, die im Laufe des Change-Prozesses entwickelt wird, kann nur so gut sein, wie sie am Ende tatsächlich umgesetzt wird. Aus diesem Grund ist die begleitende Messung der Maßnahmen ein Schlüssel zum Erfolg eines jeden Veränderungsprozesses. Einerseits sollte eine detaillierte Dokumentation im Rahmen des Projektmanagements erfolgen, um jederzeit zu wissen, an welchem Punkt man steht. Außerdem sollten sowohl die Mitarbeiter als auch die externen Stakeholder regelmäßig befragt werden, ob und wie sie Veränderungen wahrnehmen. Aus meiner Sicht ist es jedoch keine einzelne Maßnahme zur Erfassung des Veränderungsprozesses, die change gelingen lässt, sondern eine generelle Einstellung zur begleitenden Messung und Kontrolle: Nur wenn die Mitarbeiter merken, dass der gesamte Prozess ernsthaft evaluiert und permanent erfasst wird sowie Folgehandlungen als Konsequenz aus diesem Monitoring entstehen, kann der Unternehmenswandel als Ganzes gelingen.

Source URL: http://change-centre.org/mehr_change-erfolg/


Change Centre

Most comprehensive survey of MoPs in Germany

September 8, 2010

Die Change Centre Stiftung hat in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sämtliche Abgeordneten des Bundestags sowie der Landtage zu ihren gesellschaftspolitischen Veränderungsvorlieben befragt.
Joachim Klewes, Gründer der Change Centre Stiftung und Honorarprofessor an der Universität Düsseldorf, begrüßt die sehr hohe Rücklaufquote von knapp 36%: „Für die Aussagekraft eines solch zukunftsweisenden Projekts über den sozialen Wandel in Deutschland ist ein hoher Rücklauf zwingend erforderlich. Dank der breiten Teilnahme aus Bundestag und allen Landtagen haben wir dies klar erreicht.“
Das Forschungsprojekt hat zum Ziel den langfristigen gesellschaftlichen Wandlungsbedarf sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene zu ergründen. Erfragt wurde wie stark sich Bürger, Staat und Wirtschaft in Bereichen wie Bildung, Energieversorgung, Gesundheit und Migration aus Sicht der Politik ändern müssten, um Deutschland zukunftsfähig zu machen – beispielsweise: „Sollten sich Männer künftig stärker an der Kindererziehung beteiligen, um so zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beizutragen?“
Damit bildet die Studie eine gute Grundlage für weitere Expertenbefragungen zu Veränderungsprozessen – beispielsweise in Kommunen, Wirtschaft oder dem europäischen Ausland.

Die Ergebnisse der Deutschen Parlamentarierstudie werden im Herbst 2010 veröffentlicht werden.
Einen ersten Kurzbericht finden Sie hier.[1]

Endnotes:
  1. Einen ersten Kurzbericht finden Sie hier.: http://www.change-centre.org/media/2010/09/DEUPAS-Kurzinfo_Stand29_09_10.pdf

Source URL: http://change-centre.org/aktuell-groste-parlamentsstudie-deutschlands/


Change Centre

How to overcome change resistance

Mai 31, 2010

Changing one’s behaviour is oftentimes very difficult, though the desired change seems reasonable and logical. Coevally, psychological research shows that the human brain is composed of two diverging systems concerning decision making: The rational one and the emotional one.
The authors, Chip and Dan Heath, build on these findings theoretically and state that in order to achieve behaviour change, both parts of the brain have to be in line with the aspired aim. They underline the practical validity of this concept by a great variety of real life examples:
From individually altering one’s recycling habits to convincing others of consuming healthier food, from rebranding one’s business to overcoming corruption in governments, all these cases demonstrate very convincingly the way of overcoming change reluctance. This book is highly recommended for business executives as well as all human beings fighting for individual change.

Heath, C. & Heath, D. (2010). SWITCH. How to change things when change is hard. Broadway Business

Source URL: http://change-centre.org/how-to-overcome-change-resistance/


Change Centre

Positive change by strengthening assertiveness

April 14, 2010

Being more assertive is a useful individual characteristic, yet personal change does not come about that simple. Therefore this well-grounded guide provides practical step-by-step instructions readers can easily implement in their everyday life.
The behaviour change programme presented by the authors is based on a variety of techniques stemming from psychology, communications, speech and theatre acting. It focuses on improved expression of opinion in every kind of personal and professional relationships by strengthening self assurance.
This book’s great plus factor is the introduction of the DESC model (describe, express, specify and consequences). Throughout the chapters readers will find helpful exercises to test their assertiveness, evaluate their progress and transfer the model into their own specific living environment.

Bower, S. & Bower, G. (2004). Asserting yourself: A practical guide for positive change. Cambridge: Da Capo Press.

Source URL: http://change-centre.org/positive-change-by-strengthening-assertiveness/


Change Centre

World Health Day: Changing individual behaviour

April 6, 2010

Anlässlich des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich begangenen Weltgesundheitstages steht die Förderung des Gesundheitsbewusstseins der Bevölkerung am 7. April im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Die diesjährige Kampagne „1000 cities – 1000 lives“ macht ein gesünderes Leben in den Städten zum Thema.
„Das Bewusstsein für einen gesünderen Lebensstil jedes und jeder Einzelnen zu wecken, ist der richtige Ansatz“, stimmt Joachim Klewes von der Change Centre Foundation zu. „Was jedoch schmerzlich fehlt, ist das grundlegende Wissen darüber, welcher konkreten Verhaltensänderungen es bedarf. Diese sind bisher weder ausreichend identifiziert noch im Zuge der meisten Gesundheitskampagnen gezielt angesprochen worden.“
Als Positivbeispiel für eine gelungene Kommunikation, welche die Menschen im Alltag erreiche, könne jedoch der simple und zugleich einprägsame Slogan „an apple a day keeps the doctor away“ bei der Prävention von Krankheiten sowie der Bekämpfung von Übergewicht dienen.
Solch eine umgangssprachliche Reduzierung sei auch in anderen Bereichen zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens notwendig, so zum Beispiel in der Frage des umsichtigen Händewaschens bei der Pandemieprävention Die Change Centre Foundation steht nach eigenen Angaben für eben diese Übersetzung ins Einfache bereit.

Source URL: http://change-centre.org/world-health-day-changing-individual-behaviour/


Change Centre

Equal Pay Day: Only concrete programmes will induce change

März 24, 2010

This year’s “equal pay day”, conducted on March 26th 2010 as the date to which German women have to continue their last year’s work in order to achieve the equal annual salary of their male colleagues in 2009, brings the Change Centre Foundation to call for precise measures to be taken by the German economy:
“It is especially the resistance to change becoming manifest in the very concrete attitude and behaviour patterns of decision makers that we are interested in at the Change Centre Foundation,” says Christina Angela Rauh, editor and content manager at CCF. Joachim Klewes, the initiator of the think tank, states: “The same holds true for this issue as it does for other changes in business and society: As long as there are no concrete programmes within the organisations, these structural changes – by law or sets of regulations for example – only have impact on practice sluggishly.”
Via international research cooperations the Change Centre Foundation therefore strives to introduce best practice examples from abroad in Germany. Furthermore, there is going to be a Europe-wide research project which will investigate the attitudes of national representatives from all 27 EU member state parliaments towards specific societal changes.

Source URL: http://change-centre.org/equal-pay-day-only-concrete-programmes-will-induce-change/


Change Centre

Equal Pay Day: Nur konkrete Programme ändern etwas

März 24, 2010

Zum diesjährigen “Equal Pay Day” am 26. März 2010, dem Datum bis zu welchem deutsche Frauen über das Ende des Jahres 2009 hinaus arbeiten müssen, um auf das gleiche Vorjahresgehalt wie ihre männlichen Kollegen zu kommen, fordert die Change Centre Foundation konkrete Schritte gegen die Lohndiskriminierung in der deutschen Wirtschaft:
„Was uns in der Change Centre Foundation interessiert, ist vor allem die Resistenz gegen Veränderungen, die sich in den ganz konkreten Einstellungs- und Verhaltensstrukturen von Entscheidern manifestiert,“ sagt Christina Angela Rauh von der Change Centre Foundation. Der Initiator des Think Tanks, Joachim Klewes bemerkt dazu: „Bei diesem Thema gilt das Gleiche wie bei anderen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft: Solange es keine konkreten Programme in den Organisationen gibt, wirken sich die Strukturveränderungen – etwa durch Gesetze und Vorschriften – nur im Schneckentempo auf die Praxis aus.”
Mithilfe internationaler Forschungskooperationen will die Change Centre Foundation daher best practice-Beispiele aus dem Ausland in Deutschland bekannt machen. Geplant ist darüber hinaus ein eigenes Europa weites Forschungsprojekt, in dem die Haltung von Abgeordneten in den 27 nationalen Parlamenten der EU-Mitgliedsstaaten zu konkreten Veränderungen untersucht wird.

Source URL: http://change-centre.org/equal-pay-day-nur-konkrete-programme-andern-etwas/


Change Centre

Attitudes towards Family Change in Europe

Februar 17, 2010

This empirical population study gives insight not just into demographic changes throughout Europe, but into the attitudes and expectations of citizens towards these changes. The authors deal with subjects such as the motivation of having children, opinions on family and intergeneration changes in value systems or family transformation in post-soviet Eastern Europe.
Furthermore, the acceptance of family policy measures is outlined as well as the anticipated impact of family policies on fertility behaviour among the childless. Opinions on the reconciliation of family and work are analyzed in interrelation to female labour market participation.

This book was funded by the European Commission as part of the DIALOG research project and will especially be useful to policy makers and everyone concerned with population change.

Höhn, C., Avramov, D. & Kotowska, I. (Eds.) (2008). People, Population Change and Policies. Lessons from the Population Policy Acceptance Study Vol. 1: Family Change. Dordrecht: Springer

Source URL: http://change-centre.org/attitudes-towards-family-change-in-europe/