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Main hindrances to behavior change: e.g. in ecology
Eine der grundsätzlichen Forschungsfragen, die uns @change centre beschäftigt, ist die Diskrepanz zwischen Wissen um und sogar Willen zum Veränderungsbedarf einerseits und dem oftmals ausbleibenden, konkreten Verhaltenswandel des/r Einzelnen andererseits. …
Eine der grundsätzlichen Forschungsfragen, die uns @change centre beschäftigt, ist die Diskrepanz zwischen Wissen um und sogar Willen zum Veränderungsbedarf einerseits und dem oftmals ausbleibenden, konkreten Verhaltenswandel des/r Einzelnen andererseits. Wieso folgen auf eine geänderte Einstellung nicht zwangsläufig auch veränderte Verhaltensmuster? Was hindert jedes Individuum daran, das persönliche Verhalten den eigenen Einstellungen anzupassen?
Beispiel Umwelt- und Klimabewusstsein: Laut der aktuellen Studie „Umweltbewusstsein 2010 in Deutschland“ des Umweltbundesamtes meinen 72 % der repräsentativ befragten Deutschen, dass sie es sich vorstellen können oder bereits planen, Ökostrom zu nutzen. Aber nur 8 % derselben Befragten haben bereits tatsächlich auf Ökostrom umgestellt, um ein konkretes Beispiel anzuführen.
Neben monetären Gründen – neun von zehn Befragten lehnen einen Aufpreis von mehr als 10% für umweltfreundlichere Produkte ab – hindert vor allem die Wahrnehmung, nicht ich persönlich, sondern Politik und Wirtschaft/Industrie können einen entscheidenden Beitrag für ein verbessertes Klima leisten, die Bürger an konkreten Verhaltensänderungen. Zu demselben Ergebnis kommt eine Eurobarometerbefragung von 2009, welche nach den Gründen fragt, persönlich den Klimawandel nicht zu bekämpfen.
Um es mit den Worten eines sehr lesenswerten Aufsatzes von Udo Kuckartz (http://www.klimabewusstsein.de/dateien/Kuckartz_2010_Nicht%20hier%20nicht%20jetzt.pdf) zusammenzufassen: „Nicht ich“! – Lieber auf Politik und Wirtschaft schieben. Was seiner Meinung nach immerhin den Vorteil bietet, dass eine positive Akzeptanzstimmung für politische Maßnahmen in der Bevölkerung vorhanden sei.
Dennoch meinen wir @change centre, dass jede/r Einzelne (einschließlich uns selbst) auch von der Wichtigkeit und auch den eigenen Vorteilen eines individuellen Verhaltenswandels überzeugt werden kann und sollte.
CAR